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xbertone

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1

Dienstag, 20. Januar 2009, 10:20

Fiat und Chrysler vor Zusammenarbeit

Link zum Artikel

http://www.ftd.de/unternehmen/industrie ... 63056.html




Fiat X1/9 1500 Five Speed

Sputnik®

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2

Dienstag, 20. Januar 2009, 10:29

Da die zusammenarbeit ja auch schon mit mercedes in die Hose gegangen ist... weiß ich natürlich nicht ob das so eine Gute Idee ist von Fiat.

Außerdem kann ich mir nicht vorstellen dass die Amis so kleine Autos fahren...
Auch wenn sie sich jetzt Umweltbewusst geben wollen und keine 10 Liter V8 fahren wollen... sondern nur noch 5 Liter... muahh...
Hobby ist mit dem größt möglichen Aufwand den kleinst möglichsten Nutzen zu erzielen

xbertone

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3

Dienstag, 20. Januar 2009, 10:40

Schau mal wie viel Mini + Smart in den USA verkaufen - dann reden wir weiter :D

Fiat übernimmt 35% von Chrysler mit Option auf 55% - für 0 $!

Marchionne geht sicherlich ein Wagnis an - könnte sich aber als sehr erfolgreiche Strategie herausstellen.

Chrysler bekommt Kleinwagen + produziert in den USA. Fiat bekommt 3300 US-Dealer um seine Autos verkaufen zu können....




Fiat X1/9 1500 Five Speed

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4

Dienstag, 20. Januar 2009, 10:47

Also Mini ist klar weil das ein Kultobjekt ist...
Smart kann ich nix sagen.

Denke es wird schwer dort Italienische Autos zu etablieren.

Konditionen sind natürlich nicht schlecht nur was kommt unterm Strich dann raus?! Nicht das es auch so wie bei Opel ist die in Europa Geld machen und alles zu GM geben müssen und trotzdem nix rum kommt.
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maXTC

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Dienstag, 20. Januar 2009, 10:54

in anbetracht der derzeitigen am abgrund stehenden autoindustrie in amerika weiss ich nicht wirklich ob das sinnvoll ist :zweifel: :hmm:
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6

Dienstag, 20. Januar 2009, 11:04

Keine wirklich gute Idee von Fiat....
Micro Precision, LightningAudio, ESX und JL...

Ich hätte aber gerne noch englisches Alteisen :D

CromaTD

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7

Dienstag, 20. Januar 2009, 11:04

Könnte ein wahrhaft genialer Schachzug werden - allerdings halt auch mit einem imensen Risiko verbunden.

Es ist ja so, dass Fiat praktisch Chrysler übernimmt - wodurch ein Opel Schicksal als eher unwahrscheinlich anzusehen ist.
Insoferne kann sich Fiat wohl die "Rosinen" aus dem Kuchen picken.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Amis wollen günstigere, kleinere und sparsamere Autos bauen - Fiat hat für dieses Vorhaben sehr viel Technologie und Erfahrung parat!
Ferner pumpt die amerikanische Regierung Milliarden an Förderungen in die Autoindustrie - so hält sich das finanzielle Risiko für Fiat in Grenzen und man kann mit amerikanischem Geld für den amerikanischen Markt entwickeln.
Und natürlich nicht zu vergessen das schon erwähnte Händlernetz über das man die hauseigenen Produkte in den USA vertreiben kann. Ich wette mal, dass der erste Schritt sein wird, Alfa wieder zurück nach Amerika zu bringen - später ev. auch Lancia (was durchwegs Zukunftspotential für diese Marke bedeuten könnte) und natürlich Fiat (allerdings muß die Modellpalette dafür etwas "verändert" werden) ...

Das Risiko ist wohl auch klar sichtbar: Erholt sich Chrysler nicht, dann wird das wohl auch für Fiat ein herber finanzieller Schlag werden, von dem sich die Italiener wohl nicht so schnell erholen würden.
Aber ich denk mal, dass die Amis eine ihrer tradtionsreichsten Marken nicht über die Klinge springen lassen - insofern ein überschaubares Risiko finde ich.

Bin mal gespannt, aber ich denk, das könnte klappen :hmm:

Gruß
Klemens

maXTC

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8

Dienstag, 20. Januar 2009, 11:07

das milliardenpaket von der regierung hilft den 3 grossen ca. 1 monat zum ueberleben, und dann is das auch schon wieder verpufft, war erst ein nettes interview dazu auf BBC oder so.

und wenn chrysler wirklich in a.... geht dann geht die fiat gruppe mit, weil die verschuldung usw. kann fiat NIE ausgleichen.
die schreiben ja taeglich ein paar mille ins minus!
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Durango

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9

Dienstag, 20. Januar 2009, 11:57

Hi,

ich finde die Idee super und kann mir gut vorstellen, dass Fiat damit Erfolg haben wird! "Fix It Again Tony" ist da drüben schon fast vergessen und gerade wenn man mit Alfa anfängt, wieder ins US-Geschäft einzusteigen - es könnte dank der guten Motoren ein echter Knaller werden und vor allem im Nachhinein eine subtile, aber spürbare Klatsche für GM ;) Chrysler hat ein sehr gutes Händlernetz in den USA, auf das man aufbauen könnte und ein MiTo geht einfach als Lifestyleprodukt durch. Ich sehe Potenzial und wünsche mir, dass das klappt :)

Viele Grüße
Duri
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dom

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10

Dienstag, 20. Januar 2009, 12:01

Die verkaufen dann Fiat 500 und Alfa in den USA, gut, könnte wohl klappen.
Chrysler baut dann auf Fiat Technologie Kleinwagen, oder wie darf ich das verstehen?

Wenn die Nachfrage da ist, wird das wohl was. Speziell jetzt wo die ARbeitslosigkeit drastisch gestiegen ist in den USA, wird gespart wo nur kann.

Aber ich denke das FIat in Deutschland keinen Profit davon machen wird, wenn sie ihre Kisten beim Amihändler stehen haben. Da spielt dann das Ansehen eine zu große Rolle.

Will nicht wissen, was grad in den US-Car Foren abgeht :D



eidt: Vllt. baut man den Link direkt oben in den ersten Post mit ein, sogesehen als direkten Vergleich :D
http://forum.ami-forum.ch/viewtopic.php?t=58656
dom

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maXTC

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11

Dienstag, 20. Januar 2009, 12:50

is schon fix :D

-> http://orf.at/ticker/315087.html

(vorlaeufig zumindest)
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CromaTD

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12

Dienstag, 20. Januar 2009, 13:12

Zitat

Original von dom
Aber ich denke das FIat in Deutschland keinen Profit davon machen wird, wenn sie ihre Kisten beim Amihändler stehen haben. Da spielt dann das Ansehen eine zu große Rolle.


Das ist in Europa ja nicht notwendig - Fiat hat ja hier ein gutes Händlernetz ... besser als Chrysler.
Insofern geht es hier wirklich nur um die "Rückeroberung" des amerikanischen Marktes!

Und ich geh schon davon aus, dass Chrysler Klein- und Mittelklassewagen mit Fiat- Technologie auf den Markt bringen wird ... genau das ist das Segment, in dem jetzt noch am ehesten Autos zu verkaufen sind!

Hab dieser Tage mal ein Luftbild vom Pick-Up Neuwagenlager von Ford gesehen ... quadratkilometer fabrikneue Ford Pick-Ups die keiner kaufen will :heul:

Gruß
Klemens

xbertone

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13

Dienstag, 20. Januar 2009, 13:37

Offizielle FIAT Group PM

http://www.fiatgroup.com/en-us/mediacent…s%20english.pdf

JOINT PRESS RELEASE
FIAT GROUP, CHRYSLER LLC and CERBERUS CAPITAL MANAGEMENT L.P. ANNOUNCE PLANS FOR A GLOBAL STRATEGIC ALLIANCE
Fiat S.p.A., Chrysler LLC (Chrysler) and Cerberus Capital Management L.P., the private investment majority owner of Chrysler LLC, announced today they have signed a non-binding term sheet to establish a global strategic alliance. The alliance, to be a key element of Chrysler’s viability plan, would provide Chrysler with access to competitive, fuel-efficient vehicle platforms, powertrain, and components to be produced at Chrysler manufacturing sites. Fiat would also provide distribution capabilities in key growth markets, as well as substantial cost savings opportunities. In addition, Fiat would provide management services supporting Chrysler’s submission of a viability plan to the U.S. Treasury as required. Fiat has been very successful in executing its own restructuring over the past several years. The alliance would also allow Fiat Group and Chrysler to take advantage of each other's distribution networks and to optimize fully their respective manufacturing footprint and global supplier base. The proposed alliance would be consistent with the terms and conditions of the U.S. Treasury financing to Chrysler. Per the U.S. Treasury loan agreement, each constituent will be asked to contribute to Chrysler’s restructuring effort including: lenders, employees, the UAW, dealers, suppliers and Chrysler Financial. Such steps would greatly contribute to Chrysler’s long term viability plan. Completion of the alliance is subject to due diligence and regulatory approvals, including the U.S. Treasury. As a consideration for Fiat Group’s contribution to the alliance of strategic assets, to include: product and platform sharing, including city and compact segment vehicles, to expand Chrysler’s current product portfolio; technology sharing, including fuel efficient and environmentally friendly powertrain technologies; and access to additional markets, including distribution for Chrysler vehicles in markets outside of North America, Fiat would receive an initial 35 percent equity interest in Chrysler. The alliance does not contemplate that Fiat would make a cash investment in Chrysler or commit to funding Chrysler in the future.
“This initiative represents a key milestone in the rapidly changing landscape of the automotive sector and confirms Fiat and Chrysler commitment and determination to continue to play a significant role in this global process. The agreement will offer both companies opportunities to gain access to most relevant automotive markets with innovative and environmentally friendly product offering, a field in which Fiat is a recognized world leader while benefitting from additional cost synergies. The deal follows a number of targeted alliances and partnerships signed by the Fiat Group with leading carmakers and automotive suppliers over the last five years aimed at supporting the growth and volume aspirations of the partners involved,” the CEO of Fiat Group, Sergio Marchionne said.
"A Chrysler/Fiat partnership is a great fit as it creates the potential for a powerful, new global competitor, offering Chrysler a number of strategic benefits, including access to products that compliment our current portfolio; a distribution network outside North America; and cost savings in design, engineering, manufacturing, purchasing and sales and marketing," said Bob Nardelli, Chairman and CEO of Chrysler LLC. "This transaction will enable Chrysler to offer a broader competitive line-up of vehicles for our dealers and customers that meet emissions and fuel efficiency standards, while adhering to conditions of the Government Loan. The partnership would also provide a return on investment for the American taxpayer by securing the long-term viability of Chrysler brands in the marketplace, sustaining future product and technology development for our country and building renewed consumer confidence, while preserving American jobs." "This is great news for the UAW Chrysler team and we look forward to supporting and working with them to ensure Chrysler's long term viability,” said Ron Gettelfinger, President United Auto Workers (UAW). “We're on board with this important strategic initiative as it will help preserve the long-term viability of our great company, its brands and of course UAW-Chrysler jobs,” said General Holiefield, Vice President, United Auto Workers (UAW).
Torino – Auburn Hills, MI, January 20, 2009




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Dienstag, 20. Januar 2009, 14:20

Ich denke das ist keine schlechte Idee. Natürlich kann es gut gehen oder schlecht aus gehen.
Mal sehen was Fiat macht mit Chrysler.


(Traum Neuer Fiat mit V8):D

xbertone

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Dienstag, 20. Januar 2009, 15:16

Der ganze Deal könnte Alfa retten!

Alfa sollte schon rund 1 Jahr in den USA verkauft werden... nur leider fehlt der Vertrieb. Ein Händlernetz aufzubauen in den USA ist ein Ding der Unmöglichkeit. Dazu kommt der extreme Preiskampf bei welchem nur etwas verdient wird wenn Vorort produziert wird (BMWs kosten im Schnitt 30-50% weniger drüben).

Ein Alfa, produziert in Italien kann nicht in den USA verkauft werden - der wäre zu teuer (unabhängig was für einer).

Jetzt, auf einem Schlag:
- Nicht ausgelastete Fabriken - die endlich wieder was bauen können
- Vom US Staat finanzielle Mittel für den Umbau der Fabriken (Bedingung für den Deal :D )
- 3300 Händler die sich freuen noch eine Marke mehr verkaufen zu können
- günstige, verbrauchsarme Autos aus US-Produktion
- Für die USA im Moment wichtig: Hoffnung auf gesichterte Arbeitsplätze
- Fiat bekommt 35% eines der grossen 3 Autohersteller der USA - ohne einen Euro oder $ auszugeben
- Pomigliano kann geschlossen werden :D
- Alfa kann endlich wieder Autos verkaufen und endlich Geld verdienen
- Neuentwicklungen (dafür holt sich Marchionne natürlich nochmals Geld von den Amis :D ) gemeinsam und damit Kosten sparen
- Durch die Produktion von Kleinwagen in den USA (mit entsprechend grösserer Absatzmenge) reduzieren sich die Kosten pro Stück (Breakeven früher)
- etc




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Dienstag, 20. Januar 2009, 15:25

Nicht zu vergessen: Unverwechselbares, italienisches Design am amerikanischen Einheitsmarkt :thumb:

Ich seh auch den Hauptvorteil darin, dass die hausinternen "kleinen" Plattformen jetzt in massiven Stückzahlen verwendet werden - damit sinken die Stückkosten rapide und das ganze wird lukrativer :no1:

Gleiches gilt für die Motoren und die Getriebe ...

Wie schon geschrieben: Ich sehe auch einen Silberstreif für Lancia durch diesen Deal - ein kleines Coupe wird interessanter, den Delta könnte man auch lancieren ... Lancia hat noch einen guten Namen in Amerika aus den Zeiten des Beta und Montecarlo :D

Bin schon gespannt

Gruß
Klemens

schneemann

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Dienstag, 20. Januar 2009, 15:27

Fiat und Chrysler vereinbaren Allianz

Fiat und Chrysler vereinbaren Allianz - spiegel.de, 20.01.2009

Der Autobauer Fiat und der angeschlagene US-Konzern Chrysler wollen eine Allianz eingehen. Beide Konzerne unterzeichneten eine vorläufige Vereinbarung. Die Italiener suchen angesichts der schweren Krise im Automarkt seit geraumer Zeit einen Partner.

New York/Rom/Stuttgart - In der Autobranche bahnt sich eine neue Allianz an: Fiat und der amerikanische Wettbewerber Chrysler unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung, teilte der US-Konzern am Sitz in Auburn Hills (US-Bundesstaat Michigan) mit. In einem ersten Schritt soll Fiat 35 Prozent an Chrysler übernehmen. Fiat bezahlt den Anteil den Angaben zufolge nicht mit Bargeld. Stattdessen bekommt Chrysler Zugang zu Fiat-Technologie für den Bau vor allem von Kleinwagen.

Die Abmachung sei allerdings vorläufig und noch nicht bindend. Fiat-Vizepräsident John Elkann bestätigte am Vormittag: "Es ist kein Geheimnis, dass wir darüber reden, und das schon seit einiger Zeit" (siehe hier). Fiat hat dem Vernehmen nach vor allem Interesse daran, den Kleinwagen Fiat 500 und die Marke Alfa Romeo in den USA auf den Markt zu bringen.

Nach Zeitungsberichten über einen möglichen Einstieg war die Fiat-Aktie an der Mailänder Börse am Morgen in Erwartung einer Mitteilung vom Handel ausgesetzt worden. Elkann kündigte weitere Einzelheiten an und verwies auch auf die für diesen Donnerstag angesetzte Verwaltungsratssitzung des Turiner Autobauers.

Beide Hersteller leiden gegenwärtig unter der Talfahrt am Automarkt. Bei Chrysler war zuletzt von einer möglichen Pleite die Rede. Wie seine US-Wettbewerber Ford und General Motors (GM) hatte der Konzern den Trend zu kleineren Autos verschlafen und zu lange auf große Spritschlucker gesetzt. Hinzu kam die Finanz- und Wirtschaftskrise, aufgrund dessen Autoverkäufe in den USA 2008 so stark zurückgingen wie seit der Ölkrise 1974 nicht mehr. GM und Chrysler mussten deshalb unter Auflagen (siehe Kasten unten) mit Milliardenzahlungen des US-Staats vor dem Aus gerettet werden.

AUFLAGEN FÜR DIE US-AUTOBAUER
[list]Verwendung der Gelder
General Motors und Chrysler bekommen zur kurzfristigen Finanzierung 13,4 Milliarden Dollar aus dem Rettungsfonds für die Finanzwirtschaft. Weitere vier Milliarden sollen im Februar folgen. Die Hersteller müssen das Geld nutzen, um ihre Überlebensfähigkeit zu sichern.
Frist für Sanierungskonzepte
Legen sie bis Ende März keine funktionierenden Sanierungspläne vor, werden die Darlehen zurückgezogen. Die Firmen müssen das Geld ans Finanzministerium zurückzahlen.
Strenge Bilanzprüfung
Die Konzerne müssen ihre Bücher und Aufzeichnungen der Prüfung durch die Regierung öffnen.
Investitionskontrolle
Die Regierung kann Transaktionen im Wert von 100 Millionen Dollar oder mehr stoppen.
CO2-Auflagen
Die Autofirmen müssen staatliche Auflagen zum Spritsparen und zum Schadstoffausstoß befolgen.
Managergehälter
Die Konzerne müssen Einschränkungen bei der Bezahlung ihres Managements hinnehmen und Privilegien wie Privatjets aufgeben.
Rückzahlklausel
Die Staatskredite werden vor allen anderen Darlehen zurückgezahlt.[/list]

Fiat-Chef Sergio Marchionne wiederum ist seit geraumer Zeit auf Partnersuche. Zwar hatte er im Oktober vergangenen Jahres die Gewinnprognose für den Konzern noch bestätigt. Allerdings schockte Marchionne mit einem düsteren Ausblick. Für 2009 hatte er ein "Worst-Case-Szenario" präsentiert. Demnach könnte die Nachfrage auf den Fiat-Märkten um zehn bis 20 Prozent zurückgehen. Aus Marchionnes Sicht ist Fiat zu klein, um im Alleingang zu bestehen. Die Italiener hatten deswegen zuletzt auch mit BMW über eine Allianz verhandelt.

Daimler will Anteil verkaufen

Chrysler gehört derzeit zu gut 80 Prozent dem US-Finanzinvestor Cerberus. Den restlichen Anteil hält noch der deutsche Daimler-Konzern . Daimler will den Anteil schnellstmöglich verkaufen.

"Wir sind nach wie vor bestrebt, unseren Anteil von 19,9 Prozent zu verkaufen", sagte eine Daimler-Sprecherin. Die Gespräche mit Cerberus waren im Herbst ins Stocken geraten, nachdem der Finanzinvestor erhebliche Nachforderungen gestellt hatte. Hinzu kamen Vorwürfe, Daimler habe Cerberus über die wahre Lage bei Chrysler im Unklaren gelassen.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte vor wenigen Tagen auf der Autoshow in Detroit nochmals betont, die Stuttgarter seien weiter offen für Gespräche. Der Kontakt sei nicht abgerissen, erklärte auch die Sprecherin.


schneemann

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Dienstag, 20. Januar 2009, 15:36

Fiat und Chrysler wollen gemeinsam die Welt erobern von Florian Brückner - handelsblatt.com, 20.01.2009

Die italienisch-amerikanische Autoallianz kommt. Fiat will beim US-Autobauer Chrysler mit 35 Prozent einsteigen. Beide wollen im Verbund mit Chrysler-Eigner Cerberus eine weltweite Allianz eingehen. Für Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer ein richtiger Schritt, der beiden Konzernen nutzt, wie er Handelsblatt.com sagte.

HB TURIN/MAILAND. Nach der längst verblassten Traumhochzeit mit dem deutschen Autobauer Daimler geht Chrysler eine neue Liaison ein, und zwar mit dem italienischen Autokonzern Fiat. Wie Chrysler mitteilte, wollen beide Hersteller eine weltweite Allianz miteinander eingehen. Eine entsprechende Vereinbarung sei am Sitz in Auburn Hills im US-Bundesstaat Michigan unterzeichnet worden, so Chrysler. Die Abmachung sei allerdings vorläufig und nicht bindend. Fiat soll sich laut Agenturberichten an Chrysler mit 35 Prozent beteiligen.

Für den Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer, Professor an der Universität Duisburg-Essen, gehen Fiat und Chrysler trotz des verblassten Daimler-Desasters einen richtigen Weg. "Fiat bekommt über das Händlernetz von Chrysler den Zugang zum wichtigen amerikanischen Markt für einen Apfel und ein Ei." Und auf dem müsse der italienische Autobauer langfristig unbedingt vertreten sein. Auch der amerikanische Autobauer Chrysler profitiere von einer engen Zusammenarbeit.

"Chrysler braucht dringend Kleinwagen, und die hat Fiat im Angebot", sagt Dudenhöffer. Für Fiat wiederum böte sich nun die Gelegenheit, die eigenen Kleinwagen wie etwa den Panda in den USA erfolgreich zu vermarkten. Fiat-Chef Marchionne habe eine richtige unternehmerische Entscheidung getroffen. "Chrysler und Fiat, das passt hundertmal besser als GM und Fiat", sagt Dudenhöffer mit Blick auf die gescheiterte Partnerschaft zwischen der Opel-Mutter General Motors und dem italienischen Autobauer.

Mit den jetzt offiziell bekannt gewordenen Plänen dürfte die Luft aus schwelenden Gerüchteküche in Turin erst einmal raus sein. Diese hatte bereits am Morgen, nach meheren Medienberichten, dazu geführt, dass die Aktie des italienischen Autobauers an der Mailänder Börse vom Handel ausgesetzt worden war. Dieser Schritt war "in Erwartung einer Mitteilung" erfolgt, wie es geheißen hatte. Das "Wall Street Journal" hatte zuvor im Internet unter Hinweis auf Insider berichtet, der Turiner Autokonzern wolle in einem ersten Schritt bis Mitte des Jahres 35 Prozent von Chrysler übernehmen und die Beteiligung dann später möglicherweise auf 55 Prozent ausbauen.

Chrysler-Sprecherin Lori McTavish hatte dazu nur gesagt, unter den derzeitigen wirtschaftlichen Bedingungen gebe es Gespräche zwischen den Firmen aller Industriebereiche - "unsere ist da keine Ausnahme." Chrysler nehme aber nicht zu vertraulichen Gesprächen Stellung. p>

Es wäre nicht der erste Versuch von Fiat, auf den US-Markt mit fremder Hilfe vorzudringen. Ähnliche Hoffnungen verbanden die Turiner auch mit General Motors. GM und Fiat waren im Jahre 2000 eine umfangreiche Partnerschaft eingegangen - die fünf Jahre später in die Brüche gegangen war. GM hatte damals zehn Prozent des Fiat-Kapitals gehalten und sich seinerzeit auch noch mit einer Put-Option verpflichtet, die übrigen 90 Prozent zu übernehmen, wenn die Turiner es verlangen sollten. Ein Fehler für GM, wie sich später noch zeigen sollte. Um aus der Kooperation mit dem damals stark angeschlagenen Fiat-Konzerns wieder herauszukommen, musste GM Fiat einen Scheck über 1,55 Milliarden Euro ausstellen.

Die Liaison war in die Brüche gegangen, nachdem GM den Italienern Vertragsbruch vorgeworfen hatte, weil diese 2003 unter anderem eine Kapitalerhöhung durchgezogen hatten. Eine wesentlich größere Rolle dürfte aber die zeitgleiche Absatzkrise gewesen sein, in die Fiat gefahren war, während GM mit eigentlich schon mit der Sanierung von Opel genug zu tun hatte.

Noch offen beim möglichen Deal mit Chrysler, so die Zeitung "La Repubblica" ist aber die Frage, wie es nun mit Peugeot weitergeht. Zwischen Fiat und dem französischen Hersteller gebe es gleichfalls Gespräche über eine Fusion.

Beide Hersteller leiden gegenwärtig stark unter der Talfahrt am Automarkt und der Konjunkturkrise. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte unlängst erklärt, er stehe vor dem schwierigsten Jahr seines Lebens, es würden wohl nur sechs Autokonzerne die Krise überstehen können.

An der Börse sorgt die Fiat-Chrysler-Meldung für Furore. Autowerte profitieren von neu aufkeimenden Konsolidierungsfantasien. "Es gibt zum einen die Spekulationen um ein Zusammengehen von Chrysler und Fiat, von denen zunächst einmal Daimler profitiert", sagte ein Händler. Anleger spekulierten darauf, dass die Stuttgarter bei einem solchen Zusammengehen ihren Chrysler-Anteil endlich los werden könnten.

Der deutsche Autohersteller will seine den restlichen Anteile an der einstigen US-Tochter weiterhin abstoßen. An diesem Ziel habe sich nichts geändert, sagte eine Sprecherin des Stuttgarter Konzerns. Daimler hält noch 19,9 Prozent an dem schwer angeschlagenen US-Automobilhersteller. Der US-Investor Cerberus Capital Management LP hatte 2007 80,1 Prozent an Chrysler von den Deutschen gekauft. Zuletzt hatte es mit dem Mehrheitseigner jedoch Streit um den Verkauf der restlichen Anteile gegeben.

Daimler-Aktien stiegen um 2,5 Prozent auf 23,85 Euro. "Aber man hat auch insgesamt inzwischen den Eindruck, dass Bewegung in den Autosektor kommt", sagte ein anderer Händler. "Seien es Übernahmen, Neuentwicklungen oder was auch immer, irgendwie müssen sie ja auf die Krise reagieren."erholen sich stärker als die Papiere aus anderen Branchen. Experten bewerten die jetzt offenbar kurz vor Abschluss stehenden Gespräche als Auftakt für ein mögliches Konsolidierungsjahr in der Autoindustrie - wobei vor allem jeder Zusammenschluss die großen Überkapazitäten reduzieren dürfte, die die Autohersteller vor sich herschieben.

Kommentar


Chrysler sollte dankbar sein von John Foley und Rachel Sanderson - handelsblatt.com, 20.01.2009

Fiat ist eine Methode zur Wiederbelebung von Chrysler eingefallen. Der italienische Autobauer wird 35 Prozent am klammen US-Rivalen übernehmen. Die Währung: nicht Bargeld oder Aktien, sondern technisches Know-how.

Damit erfüllt sich für die Agnelli-Familie, den größten Fiat-Anteilseigner, der Traum von der Einführung der Fiat-Kleinwagen in den US-Markt. Chrysler dagegen kann zumindest Teile seines Apparats am Leben halten.

Chrysler sollte für jede Hilfe dankbar sein. Seine Chancen, alleine zu überleben, tendieren gegen Null. Das Unternehmen leidet unter immensen Schulden, einer ungesunden Fixierung auf den stockenden Inlandsmarkt und dem Fehlen von Kleinwagen im Sortiment. Der Absatz von Neuwagen fiel im letzten Jahr um 30 Prozent. Chrysler machte allein in der zweiten Jahreshälfte 6,5 Mrd. Dollar Verluste; da ist der vier-Milliarden-Kredit der US-Regierung reine Makulatur.

Fiat will sich die Chrysler-Werke und-Händler greifen, sie modernisieren und anschließend gemeinsam neue Modelle entwickeln. Damit erhält man zur Freude der US-Regierung Fabriken und Arbeitsplätze, die finale Rettung ist dennoch unsicher. Schließlich interessieren sich die Kunden zwar für Abgaswerte, derzeit brennt jedoch die Frage unter den Nägeln, ob man sich überhaupt ein neues Auto leisten kann.

Die Fusion ist auch kein Patentrezept für Fiat. Schließlich strebt Boss Sergio Marchionne eine Jahresproduktion von sechs Millionen Autos an; Chrysler stockt die zwei Millionen Fiats gerade einmal um 1,5 Millionen Exemplare auf. Das ist allenfalls ein guter Start, könnte dem Duo jedoch Vorteile bei der Verhandlung über zukünftig anstehende Joint Ventures sichern.

Kommen wir zur Privat Equity Firma Cerberus, der 80 Prozent an Chrysler gehören. Einmal angenommen, Fiats Anteil am Gemeinschaftsunternehmen erginge in Aktien. Dann fiele der Cerberus-Anteil auf nur 50 Prozent und schließlich auf ein Drittel, falls Fiat seine Optionen nützt. Damit sieht es für die Gewinne von Cerberus düster aus. Falls Chrysler dennoch Totalschaden erleidet, ist Cerberus zumindest nicht alleine hinterm Steuer eingeklemmt.


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Dienstag, 20. Januar 2009, 15:51

...übrigens, die Gespräche mit BMW sind nicht abgebrochen :D




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Dienstag, 20. Januar 2009, 19:16

Wenn BMW Chrysler hat geht Chrysler pleite wie Rover. Wenn damals Rover denn Mini noch hätte gebe es noch Rover.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Bravo20V« (20. Januar 2009, 19:24)