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schneemann

Suchtbolzen

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Mittwoch, 28. Februar 2018, 08:52

Ciao, Diesel? Warum Fiat diese Frage abbügelt

Ciao, Diesel? Warum Fiat diese Frage abbügelt - managermagazin.de, 27.02.2018

Es ist eine ungewohnt knappe Antwort, die Fiat Chrysler zu Berichten über einen baldigen Abschied vom Dieselmotor gibt. "Kein Kommentar" heißt es laut der Nachrichtenagentur dpa beim italienisch-amerikanischen Autokonzern zu einem Artikel der "Financial Times" (FT), demzufolge Fiat Chrysler den Diesel bis zum Jahr 2022 aus allen seinen Pkw verbannen will. Grund dafür seien laut FT sinkende Verkäufe bei Dieselmotoren im Zuge des Abgasskandals und steigende Kosten für die Abgasreinigung.

Nach Darstellung der FT werde Fiat Chrysler Automobiles (FCA) am 1. Juni einen entsprechenden Vierjahresplan vorstellen. Er soll das Aus für Dieselmotoren bei Pkws der Konzernmarken Fiat, Chrysler, Maserati, Alfa Romeo und Jeep enthalten, heißt es in der FT. Eine Hintertüre will sich FCA jedoch für die Selbstzünder noch offenhalten. Weiterhin mit Dieselmotoren angeboten werden sollen aber die Nutzfahrzeuge des FCA-Konzerns, zu denen neben Lieferwagen auch die schweren Pickup-Trucks der US-Marke Ram zählen.

Stimmen die FT-Informationen, reiht sich FCA zügig in das Lager der Diesel-Verweigerern ein. Der Autoriese Toyota hat Selbstzünder in Europa schon vor einigen Monaten aus dem Programm genommen. Auch Porsche bietet aktuell keine Dieselmotoren mehr an, wie manager-magazin.de vor kurzem berichtete. Die Zuffenhausener planen allerdings weiterhin eine Diesel-Variante für den neuen Cayenne. Der Zeitpunkt der Markteinführung steht aber nicht fest.

Fiat hat besonders in Italien ein Diesel-Problem

Eines unterscheidet FCA aber deutlich von den beiden anderen Diesel-Verweigeren: Toyota verkaufte EU-weit im vergangenen Jahr gerade mal 6 Prozent seiner Neuwagen mit Diesel-Motor an Bord, zeigt die Statistik des Autodaten-Spezialisten Jato Dynamics. Bei Porsche wurden EU-weit im ersten Halbjahr 2017 noch 35 Prozent aller Neuwagen mit Selbstzünder-Aggregat geordert. Bei FCA waren es jedoch 40,6 Prozent, zeigen die Jato-Daten - um ein wenig mehr als noch im Jahr zuvor.

Schuld daran ist Fiats Heimatland Italien: Dort lag der Diesel-Anteil an Neuwagen zuletzt bei 56 Prozent, während er europaweit um fünf Prozentpunkte auf 44 Prozent fiel. Laut FT entfällt mehr als die Hälfte von Fiat Chryslers Autoverkäufen in Europa auf Italien.

Die Entscheidung, sich innerhalb weniger Jahre komplett vom Diesel zu verabschieden, könnte Fiat gerade in seinem Heimatland teuer zu stehen kommen. Bislang hat Italien noch keine klare Anti-Diesel-Position erkennen lassen, heißt es dazu von Jato Dynamics. Zudem ist Kraftstoff in Italien europaweit am drittteuersten. Diesel ist auch bei den Italienern steuerbegünstigt - das macht den Selbstzünder ökonomisch besonders attraktiv.

Diesel-Damoklesschwert in den USA

Eine Triebfeder für einen möglichen Ausstieg dürfte aber der vergleichsweise hohe Schadstoffausstoß von Fiat Chrysler-Dieselautos sein. Im aktuellen ADAC Ecotest von Dieselautos fallen etwa die Alfa-Romeo-Limousine Giulia und der Fiat Tipo mit vergleichsweise hohen Stickoxid-Werten auf. Zu den größten Diesel-Drecksschleudern auf den Straßen zählen sie zwar nicht - allerdings sind beide im oberen Drittel der größten Stickoxid-Sünder angesiedelt. Einzig der Alfa-SUV Stelvio befindet sich im Mittelfeld.

Das legt nahe, dass FCAs Abgasreinigungstechnik hinter der Konkurrenz zurückliegt. Die Vorwürfe, dass auch FCA Manipulationssoftware nutzte und bei Abgasen betrügt, wies Konzernchef Sergio Marchionne zwar vor einem Jahr entrüstet zurück. "Wer uns mit VW vergleicht, hat was geraucht", meinte er gewohnt blumig. Allerdings droht Fiat Chrysler in den USA eine milliardenschwere Strafe wegen Verstößen gegen das Luftreinhaltegesetz.

Bei der Automesse in Detroit im Januar bekräftigte Marchionne nochmals, dass sein Konzern seine Motoren nicht vorsätzlich manipuliert habe. Allerdings sagte er dort auch bei einer Pressekonferenz: "Wenn wir geschlampt haben, dann müssen wir eben dafür zahlen".

Zuletzt hieß es, dass das US-Justizministerium FCA in einem Brief einen Kompromiss angeboten habe: Fiat solle über 100.000 Autos zurückrufen und nachrüsten - und eine "substanzielle zivile Strafe" zahlen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg Anfang Februar. Die FCA-Aktie ging daraufhin auf Talfahrt.

Ein schneller Komplettausstieg aus dem Diesel könnte die US-Behörden wohl etwas gnädiger stimmen. Und es würde auch erklären, warum FCA gar nichts zum dem FT-Bericht sagen will. Und auf die in solchen Fällen übliche Floskel "Spekulationen kommentieren wir grundsätzlich nicht" verzichtet hat.


schneemann

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Mittwoch, 28. Februar 2018, 08:57

Fiat-Chrysler will auf Dieselmotoren verzichten

Fiat-Chrysler will auf Dieselmotoren verzichten - faz.de, 26.02.2018

Die Abgasvorschriften für Diesel werden immer strenger. Das wird Fiat-Chrysler jetzt angeblich zu teuer. Doch hinter dem Diesel-Aus könnte auch ein anderer Grund stecken.

Der Fiat-Chrysler-Konzern (FCA) will nach 2022 keine Dieselmotoren mehr in seine Personenwagen einbauen. Dies berichten die italienischen Medien, die üblicherweise gut über Fiat informiert sind, und berufen sich offiziell auf eine Nachrichtenquelle aus Großbritannien. Begründet wird die Entscheidung von FCA angeblich mit den immer höheren Kosten für die Erfüllung der Umweltstandards für die Dieselmotoren und mit einer sinkenden Nachfrage nach Dieselautos.

Allerdings zeigen ausgerechnet die Daten des Fiat-Konzerns in eine andere Richtung: Bei Fiat-Chrysler sei der Anteil der Autos mit Dieselmotoren zuletzt leicht gestiegen, von 40,4 Prozent im Jahr 2016 auf 40,6 Prozent im vergangenen Jahr, berichtet die Turiner Zeitung „La Stampa“, die bis vor kurzem zum FCA-Konzern gehörte. In Italien sei der Dieselanteil mit 56 Prozent weitaus höher als in Europa mit 43 Prozent.

Die Details der künftigen Strategie will FCA erst bei einer Analystenkonferenz im Juni vorstellen. Allerdings ist der Plan überschattet von der Ankündigung, dass der Geschäftsführer des Konzerns, Sergio Marchionne, in einem Jahr seine Position aufgeben wird, und die Verwirklichung des nächsten Drei-Jahres-Plans seinem Nachfolger überlassen wird.

FCA tut sich schwer mit Abgasreinigung

Keiner der italienischen Fachleute hat bisher jedoch die Frage analysiert, ob der Rückzug vom Dieselmarkt für FCA einfach nur eine bequeme Antwort auf brennende Fragen ist: FCA ist sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten in den Verdacht geraten, mit den Grenzwerten für die Dieselabgase allzu sorglos umgegangen zu sein. Der kompakte SUV 500X hat zwar die offiziellen Abgastests bestanden, war aber in einer Prüfung des deutschen Umweltbundesamtes negativ aufgefallen. Dort waren diverse Modelle auf Schummelsoftware zur Erkennung von Labortests untersucht worden.

Zu den Methoden gehörte auch die Ausführung von zwei Abgastests hintereinander. Dabei hatte der Fiat nur im ersten Test die Bedingungen erfüllt und im zweiten die Grenzwerte weit überschritten. Das brachte Fiat den Verdacht ein, dass die Abgasreinigung nach dem Ablauf des ersten Tests, etwa 20 Minuten, abgeschaltet sein könnte. In den Vereinigten Staaten gibt es eine offizielle Untersuchung dazu, ob in Abgastests für den Geländewagen Grand Cherokee geschummelt wurde. Ungereimtheiten gibt es auch beim kleineren Geländewagen Cherokee. Der wiegt mindestens 1800 Kilogramm und hat für Dieselmotoren mit 170 PS keinen geregelten SCR-Katalysator zur Entfernung von Stickoxiden aus dem Abgas, während bei Volkswagen der gleich große, aber 300 Kilogramm leichtere „Tiguan“ schon ab 150 PS mit einem SCR-Katalysator ausgestattet werden muss.

Zugleich tut sich Fiat-Chrysler schwer mit einer effizienten Abgasreinigung seiner Dieselmotoren, weil seit Jahren die Investitionsbudgets beschnitten wurden, um die Verschuldung des Konzerns zu senken. „Auch in den kommenden zwei Jahren wird es keine substantiellen Neuheiten geben“, ist von gut informierten Fachleuten zu hören. Die bisher verwendeten Dieselmotoren sind jedoch in ihrer grundlegenden Architektur zum Teil mehr als zehn oder zwanzig Jahre alt. Deren Anpassung an die immer strengeren Abgasvorschriften ist besonders aufwendig. Im Gegensatz zeigte Mercedes auch auf dem Feld der Dieselmotoren, dass eine milliardenteure Neuentwicklung mit einer grundlegend erneuerten Architektur die Abgasreinigung erleichtern kann. Doch gerade diesen Aufwand kann sich Fiat-Chrysler mangels finanzieller Mittel sowie mangels rentabler Stückzahlen und Verkaufspreise nicht leisten.


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Donnerstag, 1. März 2018, 20:08

Fiat-Chrysler will auf Dieselmotoren verzichten - faz.de, 26.02.2018
Doch gerade diesen Aufwand kann sich Fiat-Chrysler mangels finanzieller Mittel


Immer die gleiche Leier. Würde es nach den Fachleuten gehen, wäre Fiat schon seit Jahrzehnten Pleite.
It's a pretty good night for a drive - so dry up those eyes, dry up those eyes!

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