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schneemann

Suchtbolzen

  • »schneemann« ist der Autor dieses Themas

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 15:01

Fiat in allen Teilen

Fit in allen Teilen - autobil.de, 09.01.2019

"Fehler in allen Teilen"? Das war mal! Noch nie absolvierte ein Fiat einen Dauertest so unproblematisch wie der Fiat 500X. Begleiten Sie uns auf 100.000 Kilometern gegen (fast) alle Vorurteile!

Schade um das schöne Auto. Das denken wir jedes Mal, wenn wir bei Dauertestende vor dem zerlegten Fahrzeug stehen, das dann so herzlos daliegt wie auf dem Seziertisch. Immer ein trauriger Moment, beim Fiat 500X tat er noch mehr weh. Das kleine SUV hatte, versprengt in seine Einzelteile, nicht nur den Charme verloren, den wir beim Fahren noch gespürt haben. Er musste am Ende auch unseren tief sitzenden Zweifel aushalten: Was würden wir bei der Zerlegung finden, etwa "Fehler in allen Teilen", wie der Volksmund so gern ätzt? Das Vorurteil von den Fehlern klebt an Fiat wie Kaugummi am Schuh. "Unsinn", knurrt Gerrit Niebuhr. "Das ist doch ungerecht und überholt." Der Verkaufsleiter bei Fiat in Hamburg sollte am Ende recht behalten, weil unser Fiat 500X auf 100.000 Kilometern alle Vorurteile widerlegen konnte. Na ja, fast alle.

Beim Einparken verschenkt der 500X Platz

Stellen wir ihn kurz vor. Der 500X ist der schnieke Italiener unter den kompakten SUVs, mit dem gleichen frechen Lausbuben-Lächeln wie der kleine 500, mit einem coupéartigen Hinterteil und dem 120 PS starken 1.6-MultiJet-Diesel. Damit flutscht er locker genug durchs Leben und spielt den hochgebockten Golf. Der Fahrer hockt eine ganze Handbreit höher als im Kompakten und denkt, er fahre ein viel größeres Auto. Das werden SUV-Freunde mögen – nur dann nicht mehr, wenn der unübersichtliche, unhandliche Fiat (11,6 Meter Wendekreis) beim Einparken Platz verschenkt. Klar, dass die runden Formen Nutzwert kosten. Der Kofferraum (350 bis 1000 Liter) ist knapp und wegen der vorstehenden Ladekante schwierig zu beladen, die Rückbank unpraktisch und eng. "Die Gurtzungen stehen beim Einbau von Kindersitzen im Weg", monierte Tester Stefan Novitski. Aus knapp 4,30 Meter Länge schöpfen VW T-Roc oder Opel Mokka mehr Familienfreundlichkeit. Aber nicht mehr Stil im Interieur. Unser Testwagen war ein "Lounge", der mit Extras wie Ledersitzen, Winterpaket, Fahrassistenten und Metalliclack auf 29.800 Euro kam. "Ein schick möbliertes Auto mit dem gewissen italienischen Etwas", lobt Redakteur Martin Puthz.

Schlecht abzulesen: das Tom-Tom-Display

Nett und ausgefallen, dieser lackierte Armaturenträger, der dezente Chromschmuck oder die braunen, kräftig beheizten Lederpolster, die schon neu so gemütlich aussahen, als trügen sie Patina ab Werk. Nur: Muss das auch fürs Infotainment gelten? Bordcomputer und Navi ließen sich ohne Studium der Betriebsanleitung kaum bedienen. Das kleine Tom-Tom-Display war nur schlecht abzulesen, zudem versagte öfter die GPS-Ortung. Das hat wohl auch Fiat eingesehen und bietet dieses veraltete System inzwischen nicht mehr an. Unser Connectivity-Fachmann Stephan Puls nahm's lakonisch: "Das Ding sollte gleich durch ein Handy ersetzt und nur als Zugang zu den Bordlautsprechern gesehen werden." Solche "italienischen Umleitungen" hält der Alltag im Fiat jedoch nicht immer bereit. Die meisten Tachozahlen stehen schräg? Wegblinzeln. Der Blinkerhebel arretiert so unglücklich, dass man bei jedem dritten Abbiegen das Fernlicht mit anknipste? Da muss die Hand umlernen. Dass das Start-Stopp-System auch die Sitzheizung und die 12-Volt-Steckdose ausschaltet, hat Fiat inzwischen erkannt und in der Serie nachgebessert.

Der 500X taugt zum zügigen, leisen Reiseauto für zwei

Solche Nacharbeit hat der oft gelobte Antrieb nicht nötig. Der 1,6er-Diesel erwacht so kernig, als müsste er morgens Espresso gurgeln, aber der Wachmacher kommt schließlich dem Temperament zugute (10,7 Sekunden auf Tempo 100). Für 120 PS rannte der MultiJet-Motor auch auf der Autobahn erstaunlich flott. Dort bremste ihn nur der kleine 48-Liter-Tank, der auf Fernreisen alle 600 Kilometer an die Tanksäule zwang. Untypisch für einen Diesel. Der Dauertest-Verbrauch von 6,8 Litern brachte dann das Lächeln zurück. So reifte der 500X zum zügigen, leisen Reiseauto für zwei, das nur an den Außenspiegeln Windgeräusche machte. Der Fernlichtassistent, anfangs viel bejubelt für sein aufmerksames Umschalten, ließ seltsamerweise mit der Zeit nach. Das hätten wir uns von der etwas zu harten Federung auch gewünscht, doch so störte bis zuletzt das störrische Anfedern mit Sommerreifen und auf schlechten Straßen. Das erinnerte eher an einen Geländewagen als an einen knuddeligen Freund der Frauen. Kennt man von Fiat. Auch Punt oder der 500er fallen auf mit ihrer störrischen Federung, und das obwohl Italien doch genug schlechte Pisten auf dem Stiefel hat!

Die Mechaniker bekamen kaum was zu tun

Gelassenheit führte auch bei Elektronik-Mucken des 500X zum Ziel. An kurzzeitige Ausfälle, wie sie auch bei anderen Marken auftreten, hat man sich inzwischen gewöhnt. Als im 500X nach 22.460 Kilometern der Tacho ausfiel, half schlichte Computer-Routine weiter: Motor ausschalten, dann wieder starten. Reicht das nicht, heißt es aussteigen, verriegeln, wieder öffnen – na bitte, geht doch. Ebenso, als bei Kilometer 34.838 eine Leuchte warnte: "Motor kontrollieren lassen". Oder als die Reifendruckkontrolle nervte. Oder die Kontrolllampen für Airbag und Parkbremse angingen. Etwa doch "Fehler in allen …"? Nein. Dass ein echter Defekt vorlag, glaubte niemand. Auch deshalb, weil der Fiat mechanisch völlig pannenfrei lief. Die Werkstatt las die Meldung bei der Inspektion aus, löschte sie, fertig.
Sonst bekamen die Mechaniker kaum etwas zu tun. Der 500X fiel nicht aus, kam sogar mit einem Satz(!) Bremsen über die ganze Dauerteststrecke. Nur einmal leckte der Wasserschlauch am Heckwischer. Kurz vor Testende sah der schicke Innenraum noch aus wie geleckt, das Leder zeigt jetzt schicke, echte Patina. Darüber legte sich wohltuende Stille, nur die Mittelarmlehne knarzt so zaghaft wie ein ertappter Schüler in der Kirchenbank. Die Bremse war nach 100.000 Kilometern fast runter, die Kupplung griff erst auf dem letzten Zentimeter Pedalweg. Aber sie hielt, auch zur Freude von Gerrit Niebuhr. Dieser 500X war fit in allen Teilen. Die Gesamtnote 2+ dürfte den Verkaufsleiter in Hamburg beruhigen: So was wirkt Wunder gegen altes Kaugummi.


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Registrierungsdatum: 28.09.2003

Wohnort: Stuttgart

Auto: Modell: Fiat Bravo 1.6 SX

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2

Freitag, 8. Februar 2019, 21:34

Daumen hoch. Ein Auto was mir zusagt

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